MO, 12.10.2026

STEUERN, WIRTSCHAFT & RECHT

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Apotheken: Direktgeschäft mit Herstellern wächst

Das Direktgeschäft hat sich in Apotheken als fester Bestandteil der Warenbeschaffung etabliert. Das zeigt eine aktuelle Befragung unter 98 Apothekeninhabern im September 2026 für den Apothekenkonjunkturindex APOkix des IFH KÖLN.

Fast alle (99 Prozent) der Befragten bestellen danach Arzneimittel außer beim Großhandel auch direkt bei Herstellern oder über Hersteller-Plattformen. Regelmäßig direkt von Herstellern bezogen werden sowohl verschreibungsfreie als auch verschreibungspflichtige Arzneimittel. Nur besonders handlingsintensive Produkte wie Zytostatika, Impfstoffe und Betäubungsmittel werden vergleichsweise selten direkt bezogen.

Direktbezug gewinnt an Bedeutung

Für mehr als die Hälfte der Befragten (59 Prozent) hat das Direktgeschäft in den vergangenen zwei Jahren deutlich an Bedeutung gewonnen. Für die kommenden ein bis zwei Jahre erwarten 43 Prozent einen weiteren starken Anstieg. Zugleich geben 91 Prozent der Befragten an, dass sie Arzneimittel lieber über den pharmazeutischen Großhandel bestellen würden, bestimmte Arzneimittel jedoch zunehmend nur noch direkt über Hersteller erhältlich seien. 

Großhandel bleibt bevorzugt

Im direkten Leistungsvergleich erzielt der Großhandel gegenüber dem Direktbezug deutlich höhere Zufriedenheitswerte hinsichtlich Handlingsaufwand, Bestellaufwand, Bestell- und Lieferflexibilität, Liefergeschwindigkeit sowie Lieferzuverlässigkeit, -genauigkeit und -qualität. Bei der Lieferfähigkeit und bei der Transparenz der Rechnungen wird dagegen der Direktbezug positiver bewertet.

Geschäftslage und Geschäftserwartungen uneinheitlich

Im September stieg der Konjunkturindex für Apotheken zur aktuellen Geschäftslage von 76,5 auf 81,6 Punkte. Der Index der Geschäftserwartungen für die kommenden 12 Monate ging dagegen um 9,2 Punkte zurück auf 69,4 Punkten.

(IFH Köln / STB Web)