MO, 31.08.2026

STEUERN, WIRTSCHAFT & RECHT

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Zusätzlicher Herstellerabschlag: Fachgremium soll Ausnahmen erarbeiten

Ende August hat ein neues Fachgremium für die Bundesregierung seine Arbeit aufgenommen. Experten und Expertinnen aus Wissenschaft, pharmazeutischer Industrie, Gewerkschaft und GKV-Spitzenverband sollen gemeinsam Vorschläge für Ausnahmen vom zusätzlichen Herstellerrabatt erarbeiten.

Hintergrund ist, dass pharmazeutische Unternehmen ab dem 1. Januar 2027 grundsätzlich auf patentgeschützte Arzneimittel einen Abschlag von insgesamt 15,5 Prozent (bisher 7 Prozent und zusätzlicher Herstellerrabatt in Höhe von 8,5 Prozent) zur Stabilisierung der Finanzen der gesetzlichen Krankenversicherung (GKV) leisten müssen. So sieht es das am 10. Juli 2026 verabschiedete GKV-Beitragssatzstabilisierungsgesetz vor.

Darüber hinaus soll das Fachgremium Vorschläge für Maßnahmen erarbeiten, mit denen Anreize für Investitionen in Forschung, Entwicklung und Produktion von Arzneimitteln in Deutschland verbessert werden können.

Mit der Einsetzung des Expertenkreises kommen das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWE) und das Bundesministerium für Gesundheit (BMG) gemeinsam einem entsprechenden Arbeitsauftrag aus dem parlamentarischen Verfahren zur Reform der gesetzlichen Krankenversicherung nach.

(BMWE / STB Web)